Tierwelt, wechselnde Jahreszeiten und Küstengemeinden: sieben Perspektiven auf die Region hinter den politischen Debatten.
Eisbär
Eisbären nutzen das Meereis zur Fortbewegung und zur Jagd auf Robben. Ihr Leben ist eng mit dem Wechsel zwischen gefrorenem Meer und offenem Wasser verbunden. Wenn das Eis zurückgeht, kann die Nahrungssuche schwieriger werden – ein Beispiel dafür, wie eng arktische Tierwelt und Klima zusammenhängen.
Papageitaucher brüten an den Küsten des Nordatlantiks, auch in Teilen der Arktis. Ihre bunten Schnäbel und das schwarz-weiße Gefieder machen sie unverwechselbar. Auf Spitzbergen nisten sie in Felsspalten und Hohlräumen zwischen Steinen und gehören so zur Vogelwelt der nordischen Klippen.
Der Polarfuchs lebt in Tundragebieten des hohen Nordens. Sein dichtes Winterfell schützt ihn vor der Kälte. Die hier dargestellte weiße Farbvariante trägt im Sommer ein braungraues Fell; die sogenannte blaue Farbvariante bleibt dagegen das ganze Jahr über dunkler.
Walrosse sammeln sich zwischen ihren Tauchgängen auf Meereis und an Ruheplätzen an der Küste. Mit ihren empfindlichen Tasthaaren finden sie Muscheln am Meeresboden. Flache Nahrungsgründe und nahegelegene Ruheplätze gehören zu ihrem Lebensraum und verbinden ihr Leben im Meer mit dem an Land.
Auch die Arktis kennt einen farbenreichen Herbst. Im Nordosten Grönlands kann sich die Tundra bereits im August rot und orange färben. Diese imaginierte Landschaft verbindet die jahreszeitlichen Farben mit Seen, Bergen und einem Fjord und zeigt eine weitere Seite einer häufig nur schneebedeckt dargestellten Region.
Qaanaaq liegt im hohen Norden Grönlands. Meereis und Jahreszeiten prägen dort die Fortbewegung und den Alltag. Boote, Hundeschlitten und das Wissen über örtliche Bedingungen bleiben wichtig. Diese Fotografie vom 3. September 2014 zeigt eine Küstengemeinde als Teil dieser arktischen Lebenswelt.
Polarlichter entstehen, wenn energiereiche geladene Teilchen auf Gase in der oberen Atmosphäre treffen und diese zum Leuchten anregen. Das Erdmagnetfeld lenkt die Teilchen in Richtung der Polarregionen. Ein dunkler, klarer Himmel macht das Schauspiel sichtbar; helle arktische Sommernächte können es dagegen überstrahlen.
Polarlichter: Farben, Dunkelheit und Weltraumwetter
Warum Grün, Rosa und Rot?
Die Farben hängen vom Gas und seiner Höhe ab. Sauerstoff erzeugt in etwa 100–200 Kilometern Höhe grünes Licht, weiter oben rotes. Stickstoff trägt blaue und rosafarbene Töne bei. Ihr Zusammenspiel sorgt für die wechselnde Farbpalette am Himmel.
Gute Voraussetzungen sind ein dunkler, klarer Himmel fern von Stadtlichtern. Helle arktische Sommernächte können auch aktive Polarlichter überstrahlen. Um die Tagundnachtgleichen im Frühjahr und Herbst nimmt die Aktivität häufig zu. Ob die Lichter sichtbar sind, hängt aber weiterhin von Wolken und Dunkelheit vor Ort ab.
Polarlichter machen Weltraumwetter sichtbar. Die geomagnetischen Stürme hinter stärkeren Erscheinungen können auch die Satellitennavigation stören und Ströme in Stromnetzen erzeugen. Die Erforschung dieser Auswirkungen verbindet Polarwissenschaft mit der Widerstandsfähigkeit von Infrastruktur.