Sicherheit im Wandel — Die Zukunft der Arktis
Die Arktis ist ein neues Zentrum globaler Sicherheitsstrategien. Unabhängige Analysen verbinden Wissenschaft und Politik und schaffen eine fundierte Grundlage für Entscheidungen.
Forschung entdecken →Die Staaten der Arktis
Die Arktis ist die nördliche Polarregion, kein eigener Staat. In ihrem Zentrum liegt das Nordpolarmeer, umgeben von den Landgebieten Nordamerikas, Europas und Asiens. Seine Meereisbedeckung verändert sich mit den Jahreszeiten. Die Region ist Heimat indigener Völker und weiterer Bevölkerungsgruppen.
Acht Staaten haben Gebiete in der Arktis und sind Mitglieder des Arktischen Rates. Grönland gehört zum Königreich Dänemark, Alaska zu den Vereinigten Staaten. Sie werden hier deshalb nicht als zusätzliche Staaten gezählt.
- Kanada
- Königreich DänemarkGrönland: selbstverwalteter Teil des Königreichs
- Finnland
- IslandGrímsey am nördlichen Polarkreis
- Norwegen
- Russland
- Schweden
- Vereinigte StaatenAlaska
Quelle: Arktischer Rat — die acht Arktisstaaten
Arktis und Antarktis: die wichtigsten Unterschiede
Wo beginnen die Polargebiete? Die Polarkreise bei ungefähr 66,6° nördlicher und südlicher Breite dienen als geografische Orientierung. Die Arktis wird auch anhand des Klimas oder der nördlichen Baumgrenze abgegrenzt; ihre Grenzen hängen daher von der Definition ab. Polartag und Polarnacht dauern in Richtung der Pole zunehmend länger. NSIDC
Ozean im Norden, Kontinent im Süden. Während im Zentrum der Arktis ein Ozean liegt, umfasst die Antarktis die südliche Polarregion mit dem eisbedeckten Kontinent Antarktika und den umliegenden Meeresgebieten. Es gibt keine indigene Bevölkerung; Forschungsstationen sind saisonal oder ganzjährig besetzt. Die internationale Zusammenarbeit wird durch das Antarktisvertragssystem geregelt. British Antarctic Survey
Eis, gefrorener Boden und Klima. Permafrost bezeichnet Boden, der mindestens zwei Jahre in Folge gefroren bleibt; er kommt nicht überall in den Polargebieten vor. Auch Eisverlust wirkt unterschiedlich: Schmelzende Gletscher und Eisschilde an Land erhöhen den Meeresspiegel, schmelzendes schwimmendes Meereis dagegen kaum unmittelbar. Permafrost · Eis und Meeresspiegel
Polare Sicherheit im internationalen Dialog
Die Sicherheit der Polarregionen wird durch geopolitische Veränderungen, ökologische Herausforderungen, technologische Entwicklungen und internationale Zusammenarbeit geprägt.
Bei der Arctic Security Roundtable in Helsinki brachte Isabelle-Constance Opalinski ihre Perspektive in den Austausch mit Persönlichkeiten aus Politik und Sicherheitspolitik ein. Das Video und die Konferenzmaterialien geben Einblick in diesen internationalen Dialog über die Zukunft arktischer und polarer Sicherheit.

Neue Schifffahrtsrouten, neue Risiken
Mit dem Rückgang des Meereises eröffnen sich neue Handelswege. Doch fehlende SAR-Kapazitäten und ungeklärte Souveränitätsfragen schaffen neue Unsicherheiten.
Vollständiges Dossier lesenMehr Präsenz ist noch keine Strategie
Militärische Signale können abschrecken, aber auch das Risiko von Fehlkalkulationen erhöhen. Entscheidend ist das politische Ziel hinter der Präsenz.
Kommentar lesenThemen-Dossiers
Neue Schifffahrtsrouten, neue Risiken
Navigation, Rettung und Umweltschutz bei wachsendem Verkehr.
Indigene Partizipation
Mechanismen für wirksame und dauerhaft finanzierte Repräsentation.
Kritische Mineralien
Lieferkettenrisiken, lokale Wertschöpfung und Umweltabwägungen.
Satellitenkonnektivität
Versorgungslücken, Resilienz und Dual-use-Fragen.
Fischereikontrolle
Beobachtung, Hafenstaatmaßnahmen und vorsorgliche Regeln.
Klimasicherheitsplanung
Von Gefahrenkarten zu priorisierten, lokalen Investitionen.
Klimasicherheitsplanung
Gefahrenkarten werden erst wirksam, wenn sie lokale Prioritäten, kritische Dienste und langfristige Investitionen verbinden.
Dossier Klimasicherheit lesenIsabelle-Constance Opalinski
Forscherin für internationale Sicherheitspolitik | Arktische und polare Geopolitik | Strategische Kommunikation
Isabelle-Constance Opalinski ist Forscherin für internationale Politik und Spezialistin für strategische Kommunikation. Sie verfügt über Erfahrung im Umfeld europäischer Institutionen, diplomatischer Vertretungen und internationaler Organisationen.
Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen internationale Sicherheitspolitik, arktische und polare Geopolitik sowie neue technologische Herausforderungen. Dabei verbindet sie politische Analyse, Medienexpertise und akademische Forschung in internationalen und multikulturellen Kontexten.
Ihre Arbeit umfasst außerdem Journalismus und öffentlichen sicherheitspolitischen Dialog, darunter ihre Teilnahme an der Arctic Security Roundtable der Münchner Sicherheitskonferenz in Helsinki.
HELSINKI · 7. MAI 2019Bei der Arctic Security RoundtableIsabelle-Constance Opalinski am Konferenztisch mit weiteren Teilnehmenden.Alle Fotoimpressionen ansehen →Frühere Veröffentlichungen erschienen auch als Isabelle-Constance v. Opalinski und Isabelle-Constance V. Opalinski.Kontakt zur Redaktion
Fragen zu einem Beitrag oder ein Korrekturhinweis? Schreiben Sie an info@arctic-politics.com.